Festival Demokratie leben

Demokratie leben! Gegen Hetze und Gewalt. – Kundgebung & Konzert am 26. Oktober

Für Freitag, den 26. Oktober, ruft das Bündnis für Demokratie und Toleranz partei- und religionsübergreifend auf, ein starkes Signal für die Demokratie auf dem Marktplatz beim Neptunbrunnen zu setzen. Gemixt werden politische Reden mit Musik der Goodbeats, dem Quintessence Saxophone Quintett, Lothars Cocker Show und weiteren Einzelkünstler*innen.

 

Aufruf – DEMOKRATIE LEBEN !

Wir haben nur diese eine Demokratie und es liegt an uns, wie lebendig sie ist. Wir haben das Glück, in einer demokratischen und freiheitlichen Gesellschaft zu leben. Deshalb rufen wir auf: Stärkt und verteidigt unsere Demokratie! Nutzt Euer Wahlrecht und Eure Mitbestimmungsmöglichkeiten, mischt Euch ein und mischt mit! Demokratie braucht Demokratinnen und Demokraten!

Egal, ob in Familie, in der Schule oder auf der Arbeit, ob in Vereinen und Initiativen, ob in Jugend- und Erwachsenenverbänden, ob in kommunalen Räten oder in Parlamenten: Auf die Tagesordnung einer vitalen Demokratie mit ihrer Forderung, aktiv Mitverantwortung zu übernehmen, gehört immer auch die Förderung von echter Beteiligung. Hier gibt es noch Luft nach oben.

Die Verunsicherung wächst angesichts zunehmender sozialer Ungleichheit in unserer Gesellschaft, der Rückkehr von Nationalismen und autoritär geführter Staaten, der Kriege und der Klimakatastrophe. Einfache Lösungen gibt es nicht und kann auch die Demokratie nicht bieten.

Demokratie bedeutet den fairen Streit um einen guten Kompromiss oder eine vernünftige Mehrheitsentscheidung, wo bis zum Ende Minderheiten ihre Rechte wahrnehmen können. In der Demokratie, der Herrschaft des Volkes, kann keine Gruppe für sich in Anspruch nehmen, sie allein sei das Volk. Gerade in unseren unruhigen Zeiten gilt es, nicht weniger, sondern mehr Demokratie zu praktizieren.

Chemnitz, Köthen, Dortmund – gerade erleben wir, wie in einer schäbigen und unerträglichen Art und Weise unsere parlamentarische Demokratie verächtlich gemacht wird, wie gegen Minderheiten, insbesondere gegen Flüchtlinge, jüdische und muslimische Bürgerinnen und Bürger, gehetzt wird und wie in den Parlamenten eine Partei provoziert und gegen einen angeblichen „Unrechtstaat“ polemisiert. Mit Hass und Verachtung agitiert sie gegen unsere Demokratie und strebt einen „Systemwechsel“ an.

Die Alternative zur Demokratie ist eine menschenverachtende Diktatur. Wehret den Anfängen! Diese Lektion haben wir aus den dunkelsten Kapiteln der deutschen Geschichte gelernt. Deshalb ist der Maßstab jeden demokratischen Handelns: „Die Würde des Menschen ist unantastbar“.  Die Würde aller Menschen – ausnahmslos!

Natürlich werden bei politischen Entscheidungsprozessen auch Fehler gemacht. Lasst uns über bessere Lösungswege öffentlich streiten. Machen wir unsere Demokratie noch besser!

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