Vortrag „Gesetzesänderungen des neuen Polizeigesetzes NRW“

Referent: RA Christian Mertens
Montag, 26.11. 2018 – 18:30 Uhr
Ort: Uni Paderborn, vor. Hörsaal O1

Die Landesregierung plant eine massive Verschärfung des Polizeigesetzes in NRW, obwohl Deutschland 2017 die niedrigste Kriminalitätsrate seit einem Vierteljahrhundert hatte. Dieses ist nur ein Bestandteil einer Fülle von Verschärfungen (“Sicherheitspaket I”)

Mit Hilfe des Arguments der Terrorgefahr wird ein Klima der Angst heraufbeschworen. In diesem sollen grundlegende rechtsstaatliche Prinzipien wie die Unschuldsvermutung und Gewaltenteilung ausgehebelt werden. Das Polizeigesetz ermöglicht der Polizei, Menschen auch ohne konkreten Verdacht anzuhalten und zu durchsuchen, mindestens 2 Wochen in Präventivgewahrsam zu nehmen, oder mit Hausarrest und Kontaktverboten zu belegen. Polizeitätigkeit wird von einer konkreten Gefahr in den Bereich der bloßen Vermutung vorverlagert. Es soll vor allem demokratische Beteiligung wie Streiks, Demos und das Zeigen von Solidarität mehr und mehr kriminalisiert werden.

Festival Demokratie leben

Demokratie leben! Gegen Hetze und Gewalt. – Kundgebung & Konzert am 26. Oktober

Für Freitag, den 26. Oktober, ruft das Bündnis für Demokratie und Toleranz partei- und religionsübergreifend auf, ein starkes Signal für die Demokratie auf dem Marktplatz beim Neptunbrunnen zu setzen. Gemixt werden politische Reden mit Musik der Goodbeats, dem Quintessence Saxophone Quintett, Lothars Cocker Show und weiteren Einzelkünstler*innen.

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Ende Gelände: 1200 Personen am Bahnhof Düren festgehalten ++ Unzulässige Freiheitsberaubung

Düren, 26.10.2018; 15.42 Uhr

Sei fünf Stunden hält die Polizei 1200 Personen am Bahnhof Düren fest. Die Aktivist*innen waren über Nacht mit einem Sonderzug von Prag über Leipzig und Berlin angereist und möchten weiter zum angemeldeten Ende Gelände Protest-Camp in Stepprath (Ortsteil von Düren).

Beim Verwaltungsgericht Aachen wurden zwei Eilanträge gegen diese polizeiliche Maßnahme gestellt wegen Verstoß gegen die verfassungsrechtlich geschützte Versammlungsfreiheit.“

Selma Richter, Pressesprecherin von Ende Gelände, kritisiert das Vorgehen der Polizei als unzulässige Freiheitsberaubung.

„Die Polizei hat den Zug schon mehrmals aufgehalten und kontrolliert. Sie wissen, dass sie nichts finden werden. Dass sie uns hier stundenlang festhalten, ist eine reine Schikane, mit der sie uns kriminalisieren und einschüchtern wollen. Es ist absurd und nicht zu rechtfertigen, Menschen auf ihrem Weg zu einer angemeldeten Versammlung durch Personenkontrollen abzuschrecken.“

„Die letzten Monate haben gezeigt: Die öffentliche Meinung steht hinter unserem Protest gegen Kohle. Wir lassen uns nicht aufhalten.“

Mehr Infos von Ende Gelände

Offenes Treffen 19:00 Uhr

Geselliges Beisammensein 25.10. 19:00 Uhr

Wir laden euch alle herzlich zu unserem offenen Treffen ins Forum Ferdinandstraße (Ferdinandstraße 16) ein!
Wir wollen mit euch gemeinsam über unsere nächsten Aktivitäten nachdenken, eure Ideen sammeln und mit frischen Kräften das Netzwerk Attac Paderborn stärken.

Für Snacks und Getränke ist gesorgt. Wir freuen uns auf Eure Vorschläge und Ideen!

Podiumsdiskussion in Bielefeld zum neuen Polizeigesetz in NRW

Mittwoch, 17.10., 19h – 21h
in der VHS Bielefeld, Historischer Saal, Ravensberger Park 1

Im Frühsommer 2018 planten NRW Innenminister Reul (CDU) und die NRW Landesregierung unter CDU und FDP das neue Polizeigesetz (PolG) für NRW zu verabschieden, welches etliche Verschärfungen und die Erweiterung polizeilicher Befugnisse bringen sollte.

Nach massiven Protesten in der Bevölkerung, so gingen Ende Juni rund 1500 Menschen in Bielefeld und Anfang Juli beinahe 20.000 in Düsseldorf auf die Straße, um gegen die in ihren Augen unsinnigen Verschärfungen zu protestieren, wurde der Gesetzesentwurf erst einmal zurückgestellt, um ihn über die Sommerpause zu überarbeiten und ihn dann erneut zu beraten. Außerdem drohten verschiedene Bürgerrechtler*innen und Interessensverbände wie z. B. Digitalcourage e.V. mit Klagen gegen das Gesetz, sollte es so verabschiedet werden.

In Bielefeld protestierten 1.500, in Düsseldorf 20.000 Menschen gegen die Verschärfungen. Ihre Sorge: Der Entwurf schade der Demokratie, durch die Aufweichung der Gewaltenteilung sowie der Unschuldsvermutung und durch die zahlreichen vorgesehenen Überwachungsmaßnahmen.

Insbesondere in der Kritik stehen dabei erweiterte Präventivmaßnahmen, die Unbestimmtheit des Begriffes der „drohenden Gefahr“, erweiterte Videoüberwachung öffentlicher Plätze sowie die Aushorchung mittels sogenannter „Staatstrojaner“. Die Befürworter des neuen Polizeigesetzes argumentieren hingegen mit einer Notwendigkeit eines erweiterten Instrumentariums zur Bekämpfung insbesondere erhöhter Terrorgefahren durch islamistische Gefährder.

Nun geht das Gesetzesvorhaben erneut in die Beratung, bevor es dann im Herbst verabschiedet werden soll.

Um auf den aktuellen Stand der derzeitigen Entwicklungen zu kommen, und um über Sinn und Unsinn bzw. die Notwendigkeit erweiterter Terrorprävention oder unnötiger Beschränkung freiheitlicher Bürgerrechte zu diskutieren, haben wir kompetente Gesprächspartner*innen zu einer Podiumsdiskussion zum Thema eingeladen.

Wir haben kompetente Gesprächspartner*innen aus Politik und Zivilgesellschaft zu einer Podiumsdiskussion eingeladen. Dort informieren wir über den aktuellen Stand, und diskutieren wichtige Fragen rund um die Verschärfung des Polizeigesetzes in NRW: Sind die Befugnisse notwendig? Werden sie uns beschützen? Oder gefährden sie die Demokratie durch Einschränkung der Bürgerrechte?

Einleitung Prof. Dr. Clemens Arzt , Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin

Podiumsdiskussion mit:
Prof. Dr. Arzt, Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin
Matthi Bolte-Richter, MdL, Bündnis 90 / DIE GRÜNEN
Frank Boss, CDU MdL
Christian Dahm, , SPD MdL
Kerstin Demuth, Digitalcourage
Jens Teutrine, FDP

Keine Anmeldung erforderlich

Hambi bleibt!

Großer Erfolg im Hambacher Forst! Die großen Proteste und Anstrengungen von Umweltverbänden und vielen NGOs zeigen Wirkung:

Attac Europakongress 2018

Ein anderes Europa ist möglich!
demokratisch, friedlich, ökologisch, feministisch, solidarisch 

Unter diesem Motto findet der Attac Europa-Kongress vom 5.-7. Oktober 2018 an der Universität Kassel statt.
Alle sind herzlich dazu eingeladen – ihr braucht nicht attac-Mitglied dafür zu sein.

Hier findet ihr das Programm mit vielen Workshops und Vorträgen.

Demo in Paderborn am 5.10. gegen das neue Polizeigesetz

Lernt aus der Geschichte!
Demonstration gegen das neue Polizeigesetz

Freitag, 5.10.2018 Beginn: 16 Uhr Marktkirche Paderborn
Abschluss: vor. 17 Uhr Liboriberg, CDU-Zentrale

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Die Landesregierung plant weiterhin eine massive Verschärfung des Polizeigesetzes in NRW, obwohl Deutschland 2017 die niedrigste Kriminalitätsrate seit einem Vierteljahrhundert hatte. Mit Hilfe des Arguments der Terrorgefahr wird ein Klima der Angst heraufbeschworen, das die Festschreibung autoritärer Maßnahmen fordern soll. Das neue Polizeigesetz hebelt grundlegende rechtsstaatliche Prinzipien wie die Unschuldsvermutung und Gewaltenteilung aus. Es ermöglicht der Polizei, Menschen auch ohne konkreten Verdacht anzuhalten und zu durchsuchen, bis zu einen Monat in Präventivgewahrsam zu nehmen, oder mit Hausarrest und Kontaktverboten zu belegen. Polizeitätigkeit wird von einer konkreten Gefahr in den Bereich der bloßen Vermutung vorverlagert. Es wird eine autoritäre Formierung gebildet, die vor allem demokratische Beteiligung wie Streiks, Demos und das Zeigen von Solidarität mehr und mehr kriminalisiert.

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Alternative Stadtführung am 22. September

Im Rahmen der Fairen Woche „Gemeinsam für ein gutes Klima“
bietet die Paderborner Attac-Gruppe eine alternative Stadtführung an. Wir starten

am Samstag, den 22. 09. 2018 um 14 Uhr am Rathausbrunnen

Bei unseren Stadtrundgängen geht es um Globalisierung und nachhaltigen Konsum.

Man erfährt, wie das Einkaufsverhalten mit ökologischen und sozialen Missständen in anderen Regionen der Welt zusammenhängt und wie wir alle durch bewussten Konsum positiv Einfluss nehmen können.

Es geht nicht nur um Kritik, sondern wir zeigen vor allem positive Ansätze und erweitern das Bewusstsein für weltweite Zusammenhänge, für Gerechtigkeit und für unsere Verantwortung.

Das Ziel ist: Aktiv werden, statt einfach hinzunehmen; genauer hinschauen, statt sich bequem zurückzulehnen.

Die Führung ist kostenlos. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen.

Todesfall im Hambacher Forst

Der Todesfall im Hambacher Forst verdeutlicht, dass es
dort um viel, um sehr viel geht. Es mutet verkrampft an,
wie die Medien ihn aus den Hauptschlagzeilen
heraushalten, als ob die unappetitlichen Winkelzüge im
Fall Maaßen wichtiger wären als das, worum im Hambacher
Forst gerungen wird: um die Wende von pathologischer
Naturzerstörung hin zu einer friedlichen Haltung zu den
außermenschlichen Gegebenheiten des Planeten. Albert
Schweitzer nannte es „Ehrfurcht vor dem Leben“ – und
gleichzeitig ist es „wohl verstandene Erhaltung unseres
eigenen Lebens“.
Die heute dringend nötige Beachtung, wie sich einzelne Aktionen auf die Ganzheit des Planeten auswirken, ist unserer Denkweise, gerade auch in rechtlicher Hinsicht, noch sehr fremd. So wird nun auch der Todesfall im Hambacher Forst aus seinem Zusammenhang herausseziert und so lange analysiert, bis er als isolierter „tragischer Unglücksfall“ dasteht, der mit den zerstörerischen
Polizeiaktionen nicht das Geringste zu tun hat –
geschweigedenn mit der Braunkohleverstromung.

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