Am 24. Juni 2016 trifft sich wieder die Critical Mass in Paderborn. Attac Pb findet das gut!

Warum?  Zur Begründung:

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Eine andere Welt ist möglich! Auch bei der Mobilität!

Mobilität bedeutet eine Bereicherung unseres Lebens durch Freiheitsgewinne. Kaum jemand kann sich vorstellen wieder hinter die Errungenschaften bei der Reisefreiheit, der Wahl des Wohnortes oder der individuellen Transportkapazität zurückzufallen.

Dennoch: moderne Mobilität in der Form des motorisierten Individualverkehrs (MIV) ist unauflösbar verbunden mit einer Vielzahl globaler und regionaler Problemstellungen und Krisen und für diese mitverantwortlich. Weiterlesen

Gegen Rassismus, für globale Gerechtigkeit

Rede von Fabian Krause, Attac Paderborn, gehalten am 13. Mai bei der Demonstration des Paderborner Bündnisses für Toleranz und Demokratie gegen eine Kundgebung der AfD:

Auf der ganzen Welt leben Menschen, die einzigartig, und gleichzeitig wie wir sind. Genau wie wir sind es Kinder, Frauen und Männer, alte und junge. Wie wir, wie unsere Nachbarn, unsere Freunde und Familienangehörigen. Mit allen Menschen teilen wir die Bedürfnisse uns untereinander auszutauschen, uns zu bewähren, zu ruhen und zu träumen, zu essen und zu trinken, und für das Wohl unserer Liebsten zu sorgen. Im Inneren, wünscht sich letztlich jeder: Freiheit, Sicherheit und Geborgenheit.

Wir stehen hier, gegen Rassismus – gegen Ausgrenzung von Menschen, die genauso Menschen sind wie wir, auf die gleiche Art träumen und auf gleiche Weise fühlen. Wir stehen hier für Menschlichkeit – und das freut mich.

Ich wünsche mir, dass unser Ehrgeiz, unsere Liebe den schwächsten Menschen zu helfen, noch Größer wird und weitere Menschen ansteckt. Damit möchte ich folgende Frage stellen: Ist es nicht auch Rassismus, wenn sich einige Staaten das Recht nehmen, gut zu leben und dafür Menschen in anderen Ländern leiden zu lassen? (Indem man aufteilt in Wohlhabende und Weltsklaven?) Wie auch viele andere Staaten, ernährt sich Deutschland immer noch davon, dass in anderen Ländern Menschen unter schlimmsten Bedingungen und Billiglöhnen für uns tolle Sachen herstellen: T-Shirts, Hosen, Schuhe, Kaffee, Schokolade, Tomaten, Handys und vieles mehr. Die Bevölkerung ärmerer Länder wird durch Niedriglöhne arm gehalten, damit sie als abhängige billige Arbeitskräfte auf ausbeuterische Firmen angewiesen sind und diesen Firmen maximalen Profit einbringen. In Zusammenarbeit mit bestechlichen Regierungen vor Ort werden z.B. in Niger einfach Ackerflächen an Privatunternehmen übergeben und die Bauern somit  kurzerhand enteignet. In Westafrika wird der Firma Nestlé Kinderarbeit vorgeworfen, gleichzeitig pumpt sie in Trockenregionen das letzte Bisschen Grundwasser aus dem Boden, wodurch letzte Gewässer versickern und anliegende Dörfer den Wasserzugang als Lebensgrundlage verlieren. Die Zerstörung der Lebensgrundlagen durch Ausbeutung und Terrorfinanzierung Führt doch erst dazu, dass Menschen aus zahlreichen Ländern dieser Welt fliehen müssen!

Dort wo das Öl sprudelt und Waffenfirmen Profite machen können, werden selbst Terrorstaaten unterstützt. Beispielsweise Saudi-Arabien, ein Land, wo Frauenrechte mit den Füßen getreten werden und wo allein im Jahr 2015 mehr als 150 Hinrichtungen bekannt sind. Nach Katar, die direkte Nachbardiktatur Saudi-Arabiens, wurden letztes Jahr Panzerlieferungen im Wert von 1,6 Milliarden Euro bewilligt. (Von der Bundesregierung zugelassen.) Hinzufügen muss man, dass Katar in einer Koalition mit Saudi Arabien steckt, die sich militärisch am Krieg im Jemen beteiligt. Also unterstützen deutsche Waffen diktatorische Staaten im Krieg in Jemen. DAS müssen wir kritisieren! Und nicht die davor fliehenden Menschen.

Ganz offensichtlich muss sich einiges ändern an unserem profitorientierten Handel in der Welt; für den die einen bitterlich dafür leiden müssen, damit Millionäre und hohe Angestellte deutscher Banken und gieriger Wirtschaftsfirmen sich ihre vollen Taschen noch weiter füllen. Ich frage mich, warum Firmen und Banken in unserem Land sich in anderen Ländern Immer noch an Menschenrechtsverletzungen beteiligen dürfen. Ein Geschäft, das bei uns Kleidung verkauft, die in Bangladesch unter Zwangsarbeit hergestellt wurde, beteiligt sich doch eindeutig an Menschenrechtsverletzungen und muss doch dafür gerichtlich verurteilt werden! Ich kenne keine Rechtfertigung dafür, warum jemand hierzulande profitieren darf, wenn er dafür Menschen anderer Länder ausbeutet. Denn auch das, ist Rassismus!

Deshalb, um die Würde des Menschen in unserer Welt zu erhalten, will ich es Niemals kritiklos hinnehmen, wenn Ausbeutung, Unterdrückung und Terror an Menschenleben aus diesem Land heraus unterstützt werden!

Was können wir tun? Dafür stehen, dass wir Jede Form von Ausgrenzung ablehnen! Wir können zum Ausdruck bringen, dass zumindest Wir all die dreckigen Geschäfte scharf kritisieren und einen gerechteren Umgang mit den Menschen dieser Welt fordern. Und, brauchen wir wirklich, so viel, von dem, was wir uns kaufen? Lasst uns doch zusammen auf einige Dinge verzichten, für deren Erzeugung irgendwo anders ein Mensch für uns gepeinigt wird. Diese kritische Haltung können wir uns zu Eigen machen und auch andere dazu bewegen, über den Tellerrand hinauszublicken. Je mehr Einzelpersonen mitmachen, desto größer ist unser Erfolg, desto mehr Menschen erhalten eine Chance, in Würde zu leben.

Ich wünsche mir, dass unser Nein zu Rassismus noch stärker wird und sich, über Landesgrenzen hinaus, weiterentwickelt zu einer Forderung nach Frieden und globaler Gerechtigkeit.

Sind wir reif für die Postwachstumsökonomie?

Referent: Niko Paech
Beginn: 19 Uhr
Ort: Uni Paderborn, Hörsaal O1
https://www.facebook.com/event

Die lang gehegte Hoffnung, dass wirtschaftliches Wachstum durch technischen Fortschritt nach­haltig oder klimafreundlich gestaltet werden kann, bröckelt. Weiterhin scheint ein auf per­manente ökonomische Expansion getrimmtes System kein Garant für Stabilität und soziale Si­cherheit zu sein. Darauf deuten nicht nur die Eskalation auf den Finanzmärkten und die Schuldenkrisen hin, sondern auch die Verknappung jener Ressourcen („Peak Everything“), auf deren un­be­grenz­ter und kostengünstiger Verfügbarkeit das industrielle Wohlstandsmodell bislang ba­sier­te. Zudem nährt die sog. „Glücksforschung“ den Befund, dass Steigerungen des monetären Einkommens ab einem gewissen Niveau keine weitere Zunahme des subjektiv empfundenen Wohlbefindens hervorruft. Folglich ist es an der Zeit, die Bedingungen und Möglichkeiten einer Post­wachs­tums­öko­no­mie auszuloten. Letztere ist das Resultat eines prägnanten Rückbaus arbeitsteiliger, geldbasierter und globalisierter Versorgungsmuster. Stattdessen werden Suffizienz und urbane Subsistenz als Ergänzung eines merklich reduzierten und zugleich umstrukturierten Industriesystems bedeutsam sein. Aus Konsumenten werden souveräne Prosumenten, die mittels reaktivierter Subsistenzressourcen (z.B. Handwerk) zur gemeinschaftlichen Versorgung beitragen. Zudem ist die Postwachstumsökonomie durch Sesshaftigkeit gekennzeichnet, also durch Glück ohne Kerosin.

apl. Prof. Dr. Niko Paech studierte Volkswirtschaftslehre, promovierte 1993, habilitierte sich 2005 und vertritt derzeit den Lehrstuhl für Produktion und Umwelt an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg. Er forscht und lehrt u.a. in den Bereichen Klimaschutz, nachhaltiger Konsum, Umweltökonomik, Sustainable Supply Chain Management, Nachhaltigkeitskommunikation, Diffusionsforschung, Innovationsmanagement und Postwachstumsökonomik. Momentan ist er Vorsitzender der Vereinigung für Ökologische Ökonomie (VÖÖ), gehört unter anderem dem Post Fossil Institut (PFI), dem Oldenburg Center for Sustainability Economics and Management (CENTOS), dem Kompetenzzentrum Bauen und Energie (KoBE) sowie dem Oldenburger Zentrum für nachhaltige Raumentwicklung (ZENARIO) an. Zudem ist im Aussichtsrat der Oldenburger Energiegenossenschaft (OLEGENO) tätig.

Wir produzieren Zeitwohlstand! – Postwachstumsunternehmen im Zeitalter der Beschleunigung

Referent: Gerrit von Jorck
Beginn: 19 Uhr
Ort: Universität Paderborn, Hörsaal O1
https://www.facebook.com/event

Das Leben hat sich beschleunigt. Diese Beschleunigung geht einher mit einer zunehmenden Unsicherheit und Prekarisierung von Arbeitsverhältnissen. „Zeit ist Geld“, aber am Arbeitsmarkt ist sie eine flüchtige Währung. Unter steigendem Rationalisierungs- und Wettbewerbsdruck fällt ihr Kurs zusehends. Und wir alle, die wir auch noch die letzten Zeitreserven einsetzen, tragen dazu bei. Dass es auch anders geht, zeigen uns Zeitpionier/innen und Postwachstumsunternehmen. Sie produzieren Zeitwohlstand.

Gerrit von Jorck ist Zeitpionier, Volkswirt und Philosoph. Er engagiert sich bei Attac und im Netzwerk Wachstumswende für eine solidarische Postwachstumsgesellschaft und forscht am IÖW zu möglichen Pfaden einer sozial-ökologischen Transformation.

Verarschen kann ich mich alleine

Raumänderung: Die Veranstaltung findet im Hörsaal L2, nicht im Audimax statt!

(Vor-)Lesung von HG Butzko
Einlass: 19:30 Beginn: 20 Uhr
Ort: Uni Paderborn, Hörsaal L2
Eintritt 5€
https://www.facebook.com/event

HG.Butzko ist der „Hirnschrittmacher des deutschen Kabaretts“

Denn wenn der Gelsenkirchener zu allem und jedem seine ganz spezielle Meinung äußert und dabei die großen Zusammenhänge so beleuchtet, als würden sie „umme Ecke“ stattfinden, dann gelingt ihm das seltene Kunststück, einem Publikum aus dem Herzen zu sprechen.

Er verbindet das Politische und das Private, den Alltag und den Bundestag, die große Welt und den kleinen Geist, und hat dabei einen ganz eigenen Stil entwickelt, den die Presse als „Kumpelkabarett“ oder „Thekengespräch mit Publikum“ bezeichnete. Denn wo andere elegant abbiegen, da brettert er voll durch. Und trifft. Den Kern der Sache, und das Zwerchfell des Publikums! Butzkos Intellekt kommt aus dem Bauch und geht in den Kopf. Man lacht und lacht, und plötzlich denkt man nach, oder umgekehrt. Mit einer einzigartigen Mischung aus Unterhaltung und Tiefgang, brutal witzig und bisweilen besinnlich, polemisch, philosophisch, provokant, entdeckt HG.Butzko die Bösartigkeiten aus heiterem Himmel, und das Komische in den Katastrophen des Lebens. Ein Fest der Menschlichkeit in unmenschlichen Zeiten. Herzerfrischend. Bewußtseinser-Heiternd.

In der Laudatio zum Deutschen Kleinkunstpreis heißt es über Butzko: „Die Jury zeichnet einen politischen Kabarettisten aus, der mit anspruchsvoller Komik und analytischer Schärfe selbst höchst komplexe Zusammenhänge darstellt. 
Er ist ein Meister des investigativen Kabaretts.“ Und Dieter Hildebrandt sagte mal über ihn: „Butzkos Kabarett ist so nachhaltig, dass es einen noch Tage drauf beschäftigt.“

Mehr muss man nicht sagen.

Veranstaltungsreihe „Wachstum und Konsum bis zum Kollaps“

Auch dieses Jahr haben wir wieder eine Vortragsreihe an der Uni Paderborn zum Thema „Wachstum und Konsum bis zum Kollaps“ organisiert. Ihr seid alle herzlich eingeladen (besonders auch nicht Studenten).

26. November 2015 Degrowth – eine breite neue soziale Bewegung (Überblick über die Strömungen)

Referent: Ulrich Schachtschneider
Beginn: 19 Uhr
Ort: Uni Paderborn, Hörsaal O1

3. Dezember 2015 Verarschen kann ich mich alleine

(Vor-)Lesung von HG Butzko
Einlass: 19:30 Beginn: 20 Uhr
Ort: Uni Paderborn, Hörsaal L2
Eintritt 5€

4. Dezember 2015 Wir produzieren Zeitwohlstand! – Postwachstumsunternehmen im Zeitalter der Beschleunigung

Referent: Gerrit von Jorck
Beginn: 19 Uhr
Ort: Uni Paderborn, Hörsaal O1

10. Dezember 2015 Sind wir reif für die Postwachstumsökonomie?

Referent: Niko Paech
Beginn: 19 Uhr
Ort: Uni Paderborn, Hörsaal O1

Ticketverkauf für HG Butzko begonnen

Ab Heute verkaufen wir die Tickets für die Veranstaltung „Verarschen kann ich mich alleine“ von HG Butzko.

Die Tickets erhaltet ihr an der Abendkasse im Ticket Center Paderborn, im Bibo Foyer der Uni Paderborn (11.15 – 14 Uhr) und im Asta der Uni Paderborn.

Kommentar zu den Landesverratsermittlungen gegen netzpolitik.org

Die Liberalen haben versagt. In nahezu jeglicher Hinsicht.

Warum? – Sie haben sich von der Wirtschaft vereinnahmen lassen, die Freiheit des Kapitals über die des Individuums gestellt. Sie haben es zugelassen, dass die Geheimdienste, die dazu dienen sollten, die demokratischen, freiheitlichen Werte unserer Gesellschaft zu schützen, sich gegen uns gestellt haben. Jeder Bürger wird unter Generalverdacht gestellt, und entsprechend überwacht. Der Staat unterstützt dies durch Einführung der Vorratsdatenspeicherung, und reagiert selbst auf Spionage durch „Freunde“ gelassen.
Kommen aber Journalisten auf die Idee das Treiben des Staates genauer zu untersuchen, wird ihnen jede erdenkliche Hürde in den Weg gelegt. Zuletzt traf es die Betreiber von netzpolitik.org, Markus Beckedahl und Andre Meister. Gegen sie wird auf Anzeige vom Chef des Verfassungsschutzes Hans-Georg Maaßen und vom Generalbundesanwalt Harald Range wegen Verdachts auf Landesverrat ermittelt.
Ihr Verbrechen: sie hatten ein internes Dokument des Verfassungsschutzes veröffentlicht, das die Schaffung von 75 Stellen zur detaillierten Überwachung unserer Aktivitäten in Sozialen Netzwerken wie Facebook oder Twitter vorsieht.
Es ist das erste Mal seit der Spiegelaffäre, dass gegen Journalisten wegen Landesverrats ermittelt wird.

Journalisten werden wieder eingeschüchtert. Der Überwachungsstaat ist zurück.
Wir brauchen wieder Liberale. Nicht Wirtschaftsliberale, davon gibt es mehr als genug.
Was wir brauchen sind Menschen, die für die Rechte und Freiheiten der Bürger eintreten, wie Markus Beckedahl und Andre Meister.

 

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