Historie

1997

Im stark politisierten Frankreich der späten neunziger Jahre schreibt der Chefredakteur Ignacio Ramonet der Zeitung „Le Monde diplomatique“ einen Artikel mit dem zielsetzenden Titel „Die Märkte entwaffnen!“

In seinem Artikel erläutert Ramonet anhand der Finanzkrise in Südasien, dass sich die hemmungslose Liberalisierung der Finanzmärkte als Irrweg herausgestellt hat.
Um den entfesselten Finanzmärkten entgegenzutreten, bedarf es einer Vereinigung der Besteuerung von Finanztransaktionen zum Wohle der Bürgerinnen und Bürger.

 

1998

Überwältigt von einer Vielzahl an Reaktionen auf Ramonet’s Artikel lädt die Zeitung „Le Monde diplomatique“ zu einer Gründerversammlung einer globalisierungskritischen NGO nach Paris ein.

Somit gründete sich am 03. Juni die globalisierungskritische Nichtregierungsorganisation attac.

Aus einer Initiative zur Einführung einer Transaktionssteuer wird schon bald ein Bündnis, das die verschiedenen Aspekte der Globalisierung wie Welthandel, globale Verteilungsfragen, Steuerpflicht, Standortkonkurrenz etc. kritisch hinterfragt.

 

2000

Nach einer bemerkenswerten Entwicklung von Attac Frankreich entsteht in vielen Ländern das Bedürfnis, dem französischen Vorbild nachzueifern.

In Deutschland gründeten unter anderem die Organisationen WEED, Kairos Europa, die Stiftung Umverteilen und Pax Christi das „Netzwerk zur Demokratischen Kontrolle der internationalen Finanzmärkte“ (später Attac Deutschland).

Durch die Entstehung von Ortsgruppen z.B. in Berlin, Hamburg und Bonn wird das Netzwerk in Deutschland immer bekannter.

Als am 31.05.2000 auf der Bundespressekonferenz in Berlin die „Erklärung zur demokratischen Kontrolle der internationalen Finanzmärkte“ vorgestellt wird, finden sich bereits 80 Organisationen und 200 Personen als Unterstützer.

Bereits im ersten Jahr organisiert Attac Deutschland die erste bundesweite Kampagne. In dieser befasst sich Attac mit der Privatisierung der Altersvorsoge.

 

2003

Auch in Paderborn wächst das Bedürfnis, Menschen hier vor Ort für notwendige Veränderungen zu sensibilisieren und Alternativen zur gegenwärtigen Politik aufzuzeigen. Somit gründet sich im März 2003 die Attac-Gruppe Paderborn.

Global denken – lokal handeln! Ist das zentrale Motto unserer Gruppe, indem wir versuchen die Paderborner Öffentlichkeit auf globale Fragestellungen und Probleme aufmerksam zu machen, und andersherum deren Auswirkung auf unser kommunales Zusammenleben zu verdeutlichen.

Wir verstehen uns als Teil der Zivilgesellschaft und arbeiten mit anderen Initiativen eng zusammen.

Neben der Stadtgruppe besteht auch eine Hochschulgruppe an der Universität Paderborn, die mit der Ortsgruppe als gemeinsame Gruppe zusammenarbeitet.

Durch die Zusammenarbeit sollen Alt und Jung innerhalb der Gruppe ins Gespräch kommen.

Regelmäßige Veranstaltungen und Aktionen sollen sowohl in der Stadt als auch an der Universität angeboten werden.

Bei Attac Paderborn ist jeder herzlich zur Mitarbeit willkommen!

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